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Auch den Garten muss man warten
Klimaschutzkampagne empfiehlt elf Energiespar-Tipps für eine klimafreundliche Gartensaison

Berlin (ots) - Warum nicht die Energiesparvorhaben über die eigenen vier Wände hinaus ausdehnen? Die Kampagne "Klima sucht Schutz" empfiehlt auf www.klima-sucht-schutz.de die sinnvollsten Tipps für eine klimafreundliche Gartensaison.

1. Gemüsebeet:

Bauen Sie Obst und Gemüse selbst an. Dies erspart lange Transportwege und somit CO2. Besserer Geschmack ist garantiert.

2. Bäume:

Pflanzen Sie einen Baum. Er spendet nicht nur wohltuenden Schatten, sondern bindet Treibhausgase und hält unsere Luft klar und sauber.

3. Teich:

Wasserspeier oder Springbrunnen können Sie mit Solarkraft betreiben. Die Stärke der Fontäne oder des Wasserflusses ändert sich mit der Stärke der Sonneneinstrahlung. Einziger Nachteil: Keine Sonne - kein Betrieb!

4. Düngen:

Benutzen Sie Ihren Bioabfall als Dünger. Mineraldünger erfordert einen hohen Energieaufwand. Sammeln Sie Laub, Rasenabschnitt und anderen biologischen Abfall. So können Sie Ihren eigenen kostenlosen Bio-Dünger produzieren.

5. Gartenerde:

Vermeiden Sie Gartenerde aus dem Baumarkt. Sie besteht überwiegend aus Torf, der aus Mooren stammt, die tausende Jahr alt sind. Beim Trockenlegen der Moore entstehen Treibhausgase. Zudem schrumpft der Lebensraum der dort lebenden Tiere und Pflanzen. Benutzen Sie Kompost oder torffreie Erde.

6. Beleuchtung:

Verwenden Sie Solarleuchten mit Strom aus Solarzellen. Diese können Sie überall im Garten aufstellen. Sie laden sich tagsüber auf und haben bis zu zwölf Stunden Leuchtkraft. Insel-Solaranlagen sind in Schrebergärten einsetzbar und liefern nicht nur Energie für die Beleuchtung, sondern auch für Kühlschrank, Radio oder TV.

7. Ausstattung:

Achten Sie auf die Herkunft, wenn Sie Steinbeläge oder Gartenmöbel für Ihren Garten anschaffen. Kaufen Sie Gartenmöbel aus nachhaltig erwirtschaftetem Holz, erkennbar am FSC-Logo. Vermeiden Sie Tropenholz. Bestellen Sie die Steine für die Pflasterung von Garten und Einfahrt lieber im nächsten Steinbruch. So vermeiden Sie den Energieaufwand für den Transport einer exotischen Ausstattung.

8. Rasenmäher:

Verzichten Sie auf unnötige elektrische Geräte. Diese schaden nicht nur dem Klima, sondern stören auch die Ruhe der Nachbarn. Mechanische Geräte schonen die Umwelt und sind zudem gut für die Fitness (Harke statt Laubsauger, Hackbeil statt Häcksler). Den Garten mit dem Handrasenmäher zu kürzen, sollte bis 200 m2 Fläche kein Problem darstellen. Wenn es der Rasenmäher mit Elektro- oder Benzinmotor sein muss, benutzen Sie ein Gerät mit Katalysator oder ein solarbetriebenes Modell.

9. Regenwasser:

Nutzen Sie Ihr Regenwasser. In Zisternen/ Regentonnen aufgefangenes Wasser lässt sich für Waschmaschinen, die Toilettenspülung oder für die Bewässerung des Gartens verwenden. Besitzer einer Regenwassernutzungsanlage müssen jedoch eine Abwassergebühr bezahlen. Diese Gebühr lässt sich umgehen, wenn man nachweisen kann, dass das aufgefangene Wasser nur für den Garten benutzt wird.

10. Pool:

Heizen Sie Ihren Pool im Garten in den Bademonaten ggf. mit Hilfe einer Wärmepumpe zu. Die Pumpe nutzt eine regenerative Energiequelle: sonnengewärmte Luft oder Erde. Da Wärmepumpen zum Antrieb Strom benötigen, achten Sie auf deren Arbeitszahl. Diese gibt an, wie viel Wärme sie aus einer kWh Strom erzeugt und sollte mindestens vier betragen.

11. Gartenhaus:

Belüften und heizen Sie Ihr Gartenhaus mit einem solaren Luftkollektor. Aus Solarzellen gewonnener Strom treibt einen Ventilator an, der Außenluft erwärmt und ins Gebäude abgibt. Der Luftkollektor verursacht keine Betriebskosten und arbeitet vollautomatisch. Luftkollektoren sind vor allem dann sinnvoll, wenn das Haus nicht ständig besetzt ist. Aufwärmphasen werden kürzer und abgestandene Luft und Modergeruch sind Schnee von gestern. Falls Sie Ihr Haus im Winter mit Stromradiatoren heizen müssen, vermeiden Sie viel CO2, wenn Sie den Strom von einem Ökostromanbieter beziehen. Über die Umstellung auf ein umweltfreundliches Heizsystem sollte nach Möglichkeit nachgedacht werden.

Für alle, die sich darüber hinaus zu Energiespar-Möglichkeiten informieren möchten, bietet die Website www.klima-sucht-schutz.de 13 kostenlose interaktive Ratgeber zu den Themen Raumwärme, Strom, Energieausweis und Verkehr. Ein BestPractice Archiv zeigt vorbildlich sanierte Objekte. Unter Rat und Tat lassen sich Handwerker und Energieberater in der Nähe finden.

Über co2online gemeinnützige GmbH

Die Beratungsgesellschaft co2online gemeinnützige GmbH setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven Energiespar-Ratgebern, Heizspiegeln, einem Klimaquiz sowie Portalpartnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Politik motiviert sie den Einzelnen, sich aktiv am Klimaschutz zu beteiligen - und dabei Geld zu sparen! co2online ist Projektträger der Kampagne "Klima sucht Schutz" (www.klima-sucht-schutz.de), gefördert vom Bundesumweltministerium.

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