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Saarbrücker Zeitung: IW-Chef Hüther für staatliche Opel-Hilfe unter strengen Auflagen

    Saarbrücken (ots) - Der Chef des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, befürwortet  eine staatliche Unterstützung für Opel unter strengen Auflagen.  Falls es zu einer Milliardenbürgschaft komme, dürften deutsche Steuergelder nicht für den Schutz amerikanischer Jobs herhalten, sagte Hüther der "Saarbrücker Zeitung" (Mittwoch-Ausgabe). "Wenn diese Kondition nicht juristisch wasserdicht ist, sollte der deutsche Staat besser die Finger davon lassen".

    Einen Kauf des Automobilbauers durch den deutschen Staat, wie es das Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) angeregt hatte, bezeichnete Hüther als verfehlt. "Würde es doch bedeuten, dass   Politik auch in die Gestaltung internationaler Konzerne eingreift". In früheren Jahren habe Opel auch von der Stärke von GM profitiert. "Das wird jetzt  oft übersehen", erläuterte der Ökonom.

    Dass auch andere Branchen um staatliche Hilfe bitten könnten, hält Hüther für unwahrscheinlich. "Kein Unternehmen wird einen solchen Schritt leichtfertig wagen. Die Hilfen wären ja zu Recht mit weitreichen Auflagen verbunden". Opel werde eher ein Einzelfall bleiben. "Allerdings steht auch die Wirtschaftspolitik vor der Herausforderung, Opel als Einzelfall zu behandeln", meinte Hüther. "Alles andere könnte sich tatsächlich zu einem Fass ohne Boden entwickeln".

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