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Nach Ostern sind bundesweit viele Arztpraxen geschlossen!

Erkrath (ots) - Viele Bundesbürger müssen nach Ostern ohne Ärzte auskommen: Der Ärzteverband "Freie Ärzteschaft" (FÄ) hat alle niedergelassenen Ärzte aufgefordert, ihre Praxen vom 25. bis 28. März 2008 aus Protest zu schließen. "Die Arztpraxen werden von der Politik gezielt ausgehungert. Wir geben mit dieser Woche einen kleinen Vorgeschmack darauf, was passiert, wenn eines der besten Gesundheitssysteme der Welt mutwillig zerschlagen wird", warnt Martin Grauduszus, Präsident der FÄ.

"Politik und Konzerne verfolgen offenbar einen Generalstabsplan. Ziel ist es, die gesamte Versorgung in Kliniken und an diese angeschlossene Ambulatorien zu verlegen", sagt er. Aus sozialer Verantwortung geschehe das nicht: "Man spricht bei den Klinikkonzernen offen darüber, den Umsatz in naher Zukunft zu verdoppeln. Bezahlen muss das dann der Bürger über noch höhere Beiträge", warnt er: "Wenn wir die Gesundheits-Heuschrecken gewähren lassen, wird eine unpersönliche Zwei-Klassen-Medizin wie in den USA die Folge sein. Viele Bürger werden sich noch höhere Kassenbeiträge nicht mehr leisten können und gar keine Versorgung mehr erhalten".

Bei diesem Ziel seien die Ärzte mit ihren Praxen im Weg, die bislang 90 Prozent der medizinischen Versorgung sicherstellen. Sie würden gezielt ausgehungert, um sie zur Aufgabe zu zwingen: "Für viele von uns Ärzten bedeutet dies den Verlust der Existenz. Für die Patienten hießt das Wartelistenmedizin wie in England und den Niederlanden, wo die Patienten monatelang auf wichtige Untersuchungen warten müssen", sagt Grauduszus.

"Auch manche Kassen sind der Ansicht, dass Ärzte überflüssig sind. Sie bauen Call - Center auf, die den Arztbesuch ersetzen sollen. Das wird Opfer geben", warnt Grauduszus. Wer wissen wolle, wohin der Hase laufe, solle sich den Film "Sicko" von Michael Moore ansehen.

Die Notfallversorgung werde in den betroffenen Regionen sichergestellt, kündigt Grauduszus an.

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