Klinik für Prostata-Therapie Heidelberg

Heidelberger Arbeitskreis für biopsiefreie Diagnostik gegründet: Risiko der Prostata-Diagnostik mindern
Stanz-Biopsien mit hohem Risiko

Heidelberg (ots) - In Heidelberg wurde Ende April von namhaften Experten der Urologie und der Diagnostik ein Arbeitskreis gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, unterschiedliche medizinische Fachbereiche zu vernetzen, um neue Methoden zu entwickeln und Erfahrungen mit der biopsiefreien Prostata-Diagnostik auszutauschen.

Der Prostatakrebs (PCa) ist eine bösartige Tumorerkrankung, die vom Drüsengewebe der Vorsteherdrüse (Prostata) ausgeht. In Deutschland sterben knapp drei von 100 Männern an Prostatakrebs. Eine frühzeitige Erkennung des Tumors mindert die Gefahr, an dem Tumor auch zu sterben. Um endgültige Gewissheit zu erhalten, ob die Prostata von einem Karzinom befallen ist, wird in der Regel nach entsprechenden Blutuntersuchungen und ergänzender Ultraschall-Diagnose eine Biopsie durchgeführt. Dabei handelt es sich um eine Gewebe-Entnahme, die zwar zum Standard gehört, aber nicht unumstritten ist. Häufig sind drei oder mehr Stanzbiopsien, bei denen jeweils bis zu 30 Stanzen aus der Prostata entnommen werden, notwendig, um ein Prostata-Karzinom zu diagnostizieren. "Dabei kann es zu bakteriellen Einschwemmungen in die Blutbahn kommen, die auch zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung führen kann", warnt der Urologe Dr. Joachim-Ernst Deuster aus Heidelberg. "Wird ein Prostata-Karzinom mit der Biopsienadel getroffen, besteht die Gefahr einer Tumor-Zellaussaat. Zudem können so genannte Zytokine freigesetzt werden, die das Wachstum und die Metastasierung des Prostatakarzinoms fördern können." Der Urologe ist Leiter der privaten Klinik für Prostata-Therapie und hat sich auf schonende Prostata-Behandlungen spezialisiert.

"Zu einer schonenden Prostata-Therapie gehört auch eine schonende Diagnostik", meint Deuster. Er sieht in der Branche einen enormes Informationsdefizit. Und so gründete er vergangene Woche in Heidelberg den "Arbeitskreis biopsiefreie Diagnostik", zu dem namhafte Experten aus den Bereichen zellulärer Diagnostik, molekulare Pathologie und Magnet-Resonanz-Spektroskopie aus ganz Deutschland zusammen kamen. Gemeinsam mit Experten der Labormedizin diskutierten sie Möglichkeiten, wie man das Risiko einer Biopsie mindern kann - beispielsweise durch ganz neue, vielversprechende Methoden. Dazu zählen die Echtzeit-Elastographie der Prostata, das Cholin-PET/CT (Cholin-Positronen-Emissionstomographie / Computertomographie) - ein neuartiges, bildgebendes Kombinationsverfahren der Nuklearmedizin - und die MR-Spektroskopie.

"Wir wollen erfahrenen und praktisch tätigen Fachärzten ein Informationspodium bieten", nennt Dr. Joachim-Ernst Deuster eines seiner Ziele. "Urologen und Spezialisten der Zellanalytik sowie der bewährten bildgebenden Verfahren wie der Computer-Tomographie wollen gemeinsam durch eine enge fachliche Vernetzung nach Möglichkeiten suchen, die Treffsicherheit bei der Suche nach einem Prostata-Karzinom zu erhöhen bzw. ein Karzinom mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen", ergänzt der Urologe Dr. Thomas Dill aus Heidelberg. Vor allem gehe es darum, die Biopsie so weit wie irgend möglich zu vermeiden, um das Risiko für Patienten zu minimieren.

Der Arbeitskreis wird sich künftig regelmäßig treffen und ist für Spezialisten aller Fachrichtungen offen.

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