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BILD übergibt originale Auschwitz-Baupläne an israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu

    Berlin (ots) - Historische Dokumente gehen an Gedenkstätte Yad Vashem

    BILD-Chefredakteur Kai Diekmann hat am Donnerstag, 27. August 2009, Original-Bauzeichnungen des größten nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz an den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu übergeben. Die historischen Dokumente werden der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem für die Forschung übereignet. Das Treffen fand im Rahmen einer kurzen Begegnung im Axel Springer Haus Berlin statt. Bei der Übergabe war auch der Vorsitzende von Yad Vashem, Avner Shalev, zu Gast. Die Baupläne sollen im Januar 2010 aus Anlass des 65. Jahrestags der Befreiung des Lagers in Israel gezeigt werden.

    "Diese Pläne erfüllen eine wichtige Funktion: Sie erinnern an ein Verbrechen, das im Lauf der Jahre immer unfassbarer wird", betonte Kai Diekmann in seiner Rede. "Auschwitz steht wie nichts Anderes für die Schuld und die Verblendung eines ganzen Volkes, die so groß ist, dass sie die neuen Generationen kaum noch greifen können. Deshalb ist es zwingend notwendig, sie immer wieder in Erinnerung zu rufen. Denn nur wer um die Vergangenheit weiß, kann in der Zukunft verantwortungsbewusst handeln."

    Premierminister Benjamin Netanjahu dankte der Axel Springer AG und BILD und würdigte die Übergabe der historischen Baupläne als "Geschenk der Wahrheit". "Diese Pläne der Todesfabrik sind überaus wichtige Dokumente, die uns helfen werden, die historische Wahrheit zu bewahren."

    Bei den Planskizzen und Bauplänen von Auschwitz handelt sich um die einzigen Originale dieser Art, die in Deutschland bislang entdeckt wurden. BILD hat die Dokumente im Spätsommer 2008 erworben, um sie sowohl der Öffentlichkeit als auch der Forschung zur Verfügung zu stellen. Das Bundesarchiv, das in einer Expertise die Echtheit bestätigte, spricht von einem bedeutsamen Fund. Die Pläne wurden im Februar dieses Jahres in einer viel beachteten Ausstellung im Axel Springer Haus Berlin zum ersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt.

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Charlotte Rybak
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