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WAZ: Kommunen stoßen an ihre Grenzen - Kommentar von Ulf Meinke zu RWE

Essen (ots) - RWE und die Kommunen - das ist eine wechselvolle Geschichte mit vielen Aufs und Abs. Manchmal entsteht der Eindruck, die beiden können nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander. Vor der Hauptversammlung gab es Krach - wieder einmal. Von einem Vertrauensbruch war im Kreise der Kommunen die Rede, weil der Vorstand seine Pläne zur Dividenden-Nullrunde für Stammaktionäre öffentlich machte, bevor der Aufsichtsrat zustimmen konnte. Doch letztlich blieb die große Abrechnung auf offener Bühne aus. Sie haben sich zusammengerauft - wieder einmal.

Es bleibt auch die Erkenntnis, dass der Einfluss der Kommunen bei RWE begrenzt ist. Mit rund 25 Prozent der Anteile und vier Vertretern im Aufsichtsrat benötigen die kommunalen Vertreter zwingend Verbündete, wenn sie eine Entscheidung im Konzern durchsetzen wollen. Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern von Verdi und IG BCE haben die RWE-Städte eine Mehrheit. Bei der Diskussion über die Dividende konnten die Kommunen aber nicht auf Unterstützung von Seiten der Belegschaft hoffen. Die Kommunen reden bei RWE mit, das letzte Wort haben sie nicht.

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