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WAZ: Der Schuss geht nach hinten los - Kommentar von Alexander Marinos zur AfD

Essen (ots) - Ein Vierteljahrhundert nach der deutschen Einheit den Schießbefehl wiederbeleben zu wollen, um Flüchtlinge an der Grenze aufzuhalten, ist eine Provokation, die nur ein Ziel hat: die Debatte weiter zu radikalisieren. Je schriller es zugeht, desto mehr könnte es ihr nutzen, denkt die AfD-Vorsitzende Frauke Petry. Vermutlich geht die Rechnung sogar auf - bis zu einem gewissen Punkt, oder genauer: bis zu dem Punkt, an dem sich das Gewissen auch jener meldet, denen die Flüchtlinge Angst machen.

Auf wehrlose Frauen, Männer und Kinder schießen? Das wäre, anders als Petry behauptet, rechtswidrig - und frei von jeder Menschlichkeit und Moral. So ist unser Deutschland (noch lange) nicht. Wir müssen und werden die Probleme anders lösen.

Die AfD kann man derweil vom Verfassungsschutz beobachten lassen oder auch nicht. Viel wichtiger ist, dass sich die Bürger ein genaues Bild von der neuen Rechten machen können. Lasst die Petrys also weiter in die Talkshows gehen, damit sie sich dort um Kopf und Kragen reden! Der Aufstand des Anstands hat schon begonnen.

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