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WAZ: Den Machern fehlt der Mut. Kommentar von Sven Frohwein

Essen (ots) - Wummernde Bässe, riesige Leinwände, Lichtspektakel: Die Gamescom ist die Megasause der Videospiele-Industrie. Hunderte Aussteller buhlen um die Gunst der meist jungen Kundschaft. Und die wird in den nächsten Tagen zahlreich in die Messehallen strömen. Der Branche geht es wieder besser. Nach mauen Jahren zeigt die Absatzkurve wieder nach oben. Der neuen Spielekonsolen-Generation und boomenden Handyspielen sei Dank. Und doch liegt ein alter Fluch über der Gamescom: Den Machern von Super Mario, Tomb Raider und Co. fehlt einfach der Mut. Statt neue, innovative Spielekonzepte vorzustellen, investieren Electronic Arts, Sony Entertainment, Nintendo und andere Große in die x-te Fortsetzung erfolgreicher Titel. Ein Phänomen, das man auch aus Hollywood kennt. Für kleine aufstrebende Entwicklerteams mit guten Ideen bleibt in einer solchen Landschaft kaum Raum. Selbst wenn sie einen Vermarkter gefunden haben, steht der Profit im Vordergrund. Abgabetermine müssen eingehalten werden, auch wenn das Spiel noch nicht fertig ist. Und einmal verspieltes Vertrauen lässt sich nicht mehr zurückgewinnen.

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