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WAZ: Keine Geburt nach Plan - Kommentar von Wilfried Goebels

Essen (ots) - Natürliche Geburt oder Kaiserschnitt? Immer mehr werdende Mütter befassen sich mit dieser Frage. Bei prominenten Vorbildern ist die "Geburt nach Plan" in Mode. Meist aber handelt es sich um Notkaiserschnitte, weil eine natürliche Geburt mit einem zu hohen Risiko verbunden wäre.

In der Regel sind es die Ärzte, die aus medizinischen Gründen auf einen Kaiserschnitt setzen. Die Debatte über den "Wunschkaiserschnitt", der die Geburt relativ schmerzfrei und zeitlich besser planbar macht, bleibt die Ausnahme. Folglich kann sich der Appell von Ministerin Steffens für eine natürliche Geburt nur an eine kleine Gruppe Frauen richten.

Die Legende von der Managerin, die ihr Wunschkind nach dem Dienstkalender bekommen will, um am nächsten Meeting wieder im Büro zu sitzen, ist Unsinn. Die Geburt eines Babys ist ein so einschneidendes Ereignis, dass die Abwägung zwischen Kaiserschnitt und natürlicher Geburt anderen Kriterien folgt. So entscheiden sich auch junge Frauen, die bei einer normalen Geburt Komplikationen erlitten haben, verständlicherweise bei weiteren Geburten mit ihrem Arzt für einen Kaiserschnitt.

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