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WAZ: Sensibles Vorgehen ist gefragt. Kommentar von Ulf Meinke zu RWE

Essen (ots) - Betriebsbedingte Kündigungen bei RWE? Dass es dazu in absehbarer Zeit kommen wird, ist schwer vorstellbar, auch wenn der Energiekonzern in seiner derzeitigen Verfassung kaum noch an das erfolgsverwöhnte Unternehmen früherer Jahre erinnert. Vieles hat sich geändert bei RWE, doch eines ist das Unternehmen geblieben: eine überaus sensible Angelegenheit. Zwei Gewerkschaften, die sich nicht immer einig sind; zahlreiche kommunale Aktionäre, für die Ähnliches gilt; ein Aufsichtsrat, in dem Konzernchefs neben Oberbürgermeistern der Region sitzen - wer dieses Unternehmen führen will, benötigt besonderes Fingerspitzengefühl. Auch unter den Arbeitnehmervertretern ist unbestritten, dass die Lage ernst ist. Es geht nicht mehr darum, ob es Stellenabbau geben muss, sondern wie er gestaltet wird. Die Details sind diffizil: Was ist für einen Beschäftigten zumutbar? Wie findet sich die richtige Balance aus mehr Flexibilität, Mobilität und Besitzstandswahrung? Eines ist klar: Ein Konzernumbau gelingt nur gemeinsam mit den Beschäftigten. Das gilt ganz besonders für RWE.

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