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WAZ: Zu früh für Fracking-Euphorie. Kommentar von Michael Kohlstadt

Essen (ots) - Der Zeitpunkt ist geschickt gewählt: Mitten in die streckenweise hysterisch geführte Fracking-Debatte hinein platziert Exxon Mobil die Nachricht einer angeblichen Errungenschaft: Fracking ohne Gift. Das ist Futter für alle Fracking-Freunde. Denn das K.o.-Argument gegen die umstrittene Technologie, die Gefährdung des Grundwassers, wäre damit aus der Welt. Deutschland könnte endlich neue Gasschätze heben, die finanziellen Lasten der Energiewende mildern und müsste sich weniger Sorgen machen, dass Putin seinen Gashahn zudreht.

Doch so einfach wird es nicht gehen. Denn erstens müssen den Exxon-Test zwingend unabhängige folgen. Zweitens nimmt das deutsche Genehmigungswesen viel Zeit in Anspruch - in diesem Fall zu Recht. Mit Probebohrungen wäre selbst im besten Fall wohl nicht vor 2016 zu rechnen. Wenig aussichtsreich für eine Energiequelle, die ohnehin endlich ist.

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