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WAZ: Wenn der Richtige an Bord bleibt. Kommentar von Klaus Wille

Essen (ots) - Vielleicht muss man sich am Ende tatsächlich bei Weltmeister Spanien für das 1:0 über Deutschland im WM-Halbfinale bedanken. Mit ihrem Sieg haben die Spanier der Hochachtung, die die deutsche Öffentlichkeit Bundestrainer Joachim Löw entgegen bringt, nicht geschadet. Aber vielleicht haben sie verhindert, dass Löw sich nach einem möglichen WM-Triumph gefragt hätte, was nun noch kommen soll. Und dem DFB den Rücken gekehrt hätte.

So bleibt der Bundestrainer an Bord. Das ist in einer Zeit, in der sich in der Politik die Zurück-Treter die Klinke in die Hand geben und die Amtsmüdigkeit auch DFB-Präsident Theo Zwanziger erfasst hat, nicht selbstverständlich. Vor allem aber ist es einfach die beste Lösung für den deutschen Fußball.

Was Löw auf den Weg gebracht hat, kann man ihm nicht nur wegen einer begeisternden WM nur hoch anrechnen: Welcher Bundestrainer vor ihm hat der Nationalelf so sehr seinen Stempel aufgedrückt wie Löw? Das Team ist jung, es hat glänzende Perspektiven, es ist, siehe das Halbfinale gegen Spanien, noch nicht auf dem Zenit. Und Löw ist einer, der diese Mannschaft weiter entwickeln kann.

Nebenbei: Hätte Löw aufgehört, dem DFB wäre wohl als erstes Sportdirektor Matthias Sammer als Nachfolger eingefallen. Ein Grund mehr, Spanien dieses Mal den Titel zu gönnen.

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