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WAZ: Lafontaine kritisiert NRW-SPD-Chefin Kraft

Essen (ots) - Die SPD ist nach den Worten des Linkspolitikers Oskar Lafontaine "noch nicht im Fünf-Parteien-System angekommen." Die SPD könne weder in der Bundesversammlung noch in NRW mit den Stimmen der Linken kalkulieren. "Wir geben nicht den billigen Jakob ab", sagte der saarländische Linksfraktionschef den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe (Dienstagausgbae). Voraussetzung für jede Zusammenarbeit seien Fairness und gegenseitiger Respekt.

Kritik übte Lafontaine daran, dass die Chefin der NRW-SPD, Hannelore Kraft, keine Regierung bildet, so dass der geschäftsführende Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) damit im Bundesrat frei agieren kann. "In dem Moment, in dem Rüttgers dem Sparpaket im Bundesrat zustimmt, ist es um Krafts Glaubwürdigkeit geschehen. Sie spielt Rüttgers in die Hände", sagte Lafontaine. In den Programmen von SPD, Grünen und Linken machte Lafontaine Gemeinsamkeiten aus. "Wenn es keine zwingenden inhaltlichen Gründe gibt und Frau Kraft eine Zusammenarbeit mit uns trotzdem ablehnt, dann fördert sie nur die Politikverdrossenheit", so Lafontaine.

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