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WAZ: Leggewie kritisiert NRW-Politik scharf

Essen (ots) - Der Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen, Claus Leggewie, hat die Parteien in NRW scharf kritisiert. "Es reicht. Fünf Wochen nach der Wahl hat unser Land immer noch keine stabile Regierung" schreibt er in einem Gastbeitrag für die Zeitungen der WAZ-Gruppe (Montagausgabe). Das Ergebnis der Sondierungen für Koalitionsgespräche sei ein "Armutszeugnis". "Die Berufspolitik hat sich vor der Bürgergesellschaft blamiert", so der Politikwissenschaftler. Nun drohe in NRW eine von Zufallsmehrheiten und taktischen Spielen geprägte Hängepartie, schreibt Leggewie. Der politische Betrieb in Düsseldorf und Berlin sei autistisch auf sich selbst konzentriert und nehme nicht wahr, "worin in diesen schwierigen Zeiten seine verdammte Pflicht und Schuldigkeit besteht - eine gute Regierung zu bilden. Eine Regierung, die auf die lange Bank geschobene Probleme anpackt und mit Hilfe seiner handlungsbereiten Bürgerschaft löst". Eindringlich ruft Leggewie zur Zusammenarbeit auf.: "Mit Verlaub: Es interessiert uns nicht, mit wem Ihr nicht könnt, wir wollen wissen, was ihr könnt."

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