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Neue OZ: Kommentar zu Großbritannien
Wahlen

Osnabrück (ots) - Premier Cameron

Großbritannien benötigt so schnell wie möglich eine stabile Regierung, die in der Lage ist, das Vertrauen der Finanzmärkte in das schwächelnde Pfund dauerhaft zu sichern. Deshalb müssen die Liberalen aufhören, sich wie eine verwöhnte Diva umgarnen zu lassen. Stattdessen sollten sie eine Koalition mit den Wahlsiegern eingehen, den konservativen Tories.

Möglich, dass sich die Liberalen inhaltlich eher zur Labour-Partei hingezogen fühlen, doch die Sozialdemokraten haben sich nach 13 Jahren Regierungszeit verbraucht. Sie gehören in die Opposition, nicht auf die Regierungsbank. Gordon Browns Amtsaufgabe zeugt von diesem Realitätssinn. Ein Bündnis seiner Labour-Partei mit den Liberalen hätte ohnehin keine Mehrheit und wäre auf wechselnde Partner angewiesen.

In die Downing Street 10 dürfte somit Tory-Chef David Cameron einziehen. Eine Koalition seiner Konservativen mit den Liberalen ist alternativlos. Nur mit einer durchsetzungsstarken Regierung lässt sich das Land aus der Schuldenfalle herausführen. Dafür werden harte und unpopuläre Einschnitte auf der Ausgabenseite notwendig sein. Davon dürfte auch der soziale Sektor kaum verschont bleiben, was Proteste programmiert. Cameron wird Stehvermögen zeigen müssen. Eine tragfähige Koalition zu schmieden dürfte im Vergleich zu den wirtschaftlichen Herausforderungen für den designierten Premier die leichteste Aufgabe sein.

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