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WAZ: Eine unnötige Attacke. Kommentar von Reinhard Schüssler

Essen (ots) - Uli Hoeneß fährt im Sommer also nicht zur Fußball-Weltmeisterschaft nach Südafrika, wie er gestern verraten hat. Na und? Weder hat dies jemand von ihm verlangt, noch dürfte es viele Leute sonderlich interessieren. Ist schließlich seine Privatsache. Was auch für seine Beweggründe gilt. Hoeneß allerdings hat sie uns mitgeteilt. Es ist natürlich ein Unterschied, ob ein Fan oder ein viel beachteter Funktionär gut drei Monate vor der WM die Wahl Südafrikas öffentlich als "eine der größten Fehlentscheidungen" von Weltverbandschef Sepp Blatter geißelt. Über die generelle Berechtigung der Hoeneß-Einschätzung lässt sich trefflich streiten. Mit Kritik an Blatter macht man in der Regel keinen Fehler. Es wäre jedoch unfair, zu unterschlagen, dass es auch andere Befürworter für eine erstmalige WM auf dem afrikanischen Kontinent gab. Obwohl die mahnenden Stimmen wohl in der Überzahl waren. Nur: Was soll die Kritik, nachdem die Sache längst gelaufen ist? Welchen Sinn macht diese Attacke des für seine Angriffslust bekannten Bayern-Präsidenten? Zumal er im selben Atemzug erklärt hat: "Jetzt hat es keinen Sinn mehr zu lamentieren. Man muss versuchen, das Beste daraus zu machen." Besser wäre es auf jeden Fall gewesen, Hoeneß hätte sich an diese Erkenntnis gehalten. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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