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WAZ: Klare Mehrheit im Bundestag - Drei lebenswichtige Tage - Leitartikel von Angela Gareis

    Essen (ots) - Für Eltern ist es ein traumatischer Moment, wenn sie erfahren, dass ihr ungeborenes Kind nicht gesund auf die Welt kommen wird. Immer mehr Eltern entscheiden sich nach der Diagnose "behindert" für eine Abtreibung. Mit der Begründung, dass der Mutter schwerer seelischer Schaden drohe, kann der Abbruch bis kurz vor der Geburt erfolgen. Nach Schätzungen werden 90 Prozent der Föten mit dem Down-Syndrom heute abgetrieben. Viele betroffene Frauen leiden später darunter, wenn sie erleben, wie viel Glück behinderte Kinder empfinden und ihren Familien geben können. Drei Tage Bedenkzeit und psychosoziale Beratung werden nun vorgeschrieben. Man fragt sich, warum erst jetzt? Weil viele Abgeordnete von SPD, Grünen und Linkspartei fürchteten, mit einer Neuregelung der Spätabtreibungen werde die Debatte um den Paragrafen 218 wieder aufbranden. Eine Gruppe um Kerstin Griese (SPD) und Katrin Göring-Eckardt (Grüne) hat mutig für eine Mehrheit mit Union und FDP gekämpft. Ihnen gebührt Respekt.

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