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WAZ: Gegensätze ziehen sich an - Kommentar von Britta Heidemann

    Essen (ots) - Die Zivilisation ist ein komplexes Gebilde der vielfältigsten Kräfte und doch lässt sie sich in einem einzigen Satz erklären: Er wirbt, sie wählt. Wie der Pfau sein buntes Federkleid herzeigt, so ist das gesamte Leben eines Mannes ein einziger Balztanz.

      Nicht nur sein Streben nach beruflichem Erfolg ("Hallo, ich bin
ein guter Ernährer") sowie einer sportlichen Erscheinung (". . . und
ein prima Erzeuger") führen Evolutionspsychologen auf die Bemühungen
des Männchens zurück, das Weibchen zu gewinnen. Sondern auch die
Fähigkeit, ein Gedicht zu schreiben, ein Bild zu malen oder einen
Witz zu erzählen. Forscher wissen auch zu erklären, warum sie die
Wahl hat: weil ihr Investment (Schwangerschaft, Brutpflege) im
Zweifelsfall größer ist als seins (ein bisschen Sperma).

      Die Vielzahl wissenschaftlicher Studien zu Liebe und Leidenschaft
stimmt nachdenklich. Sind wir nur Biologie, nichts weiter? Dass
Partnerschaftsvermittlungen nun eine Gen-Typisierung anbieten, lässt
die Weisheit "Gegensätze ziehen sich an" (und aus) in neuem Licht
erscheinen. Hoffentlich finden die Forscher bald heraus, dass wir
auch Seelenverwandtschaft erschnuppern können.

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