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WAZ: Sprengsatz Konjunktur - Kommentar von Wolfgang Pott

    Essen (ots) - Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft in den nächsten Monaten könnte sich zum Sprengsatz für den kommenden Bundestagswahlkampf entwickeln. Noch hat Kanzlerin Angela Merkel einen Bonus. Sie macht eine gute Figur im Ausland, sie hält im Gegensatz zur SPD die eigene Partei zusammen.

      Doch der Vorsprung könnte schnell schrumpfen, wenn die Wirtschaft
im eigenen Land nicht mehr brummt. Dafür spricht einiges. Das
Wachstum schwächelt, Steuereinnahmen sprudeln nicht mehr wie bisher.
Das Ifo-Institut spricht von einer schlechten Auftragslage,
Arbeitgeberverbände malen ein düsteres Bild von der Zukunft.

      Im Wahlkampf wird auf diesen Punkten nicht nur der linke
Lafontaine herumreiten. Die SPD wird sich schnell vom
Koalitionspartner CDU abwenden. Dass in Michael Glos ein
Unionspolitiker die Verantwortung für das Wirtschaftsressort besitzt,
werden die Konkurrenten für sich zu nutzen versuchen.

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