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WAZ: Missbrauch in der Kirche - Richtung stimmt - Leitartikel von Angelika Wölk

    Essen (ots) - Sexueller Missbrauch von Kindern oder Jugendlichen durch Priester ist ein besonders perfides Verbrechen. Denn Priester sind vor allem für junge Menschen herausgehobene Vertrauenspersonen. Und lange Zeit hat die katholische Kirche dieses ganz besondere Verhältnis auch ganz besonders geschützt - und zwar im Sinne des pädophilen Priesters. Da wurde Jahrzehnte lang verharmlost, verleugnet, vertuscht. Die Opfer hingegen wurden vielfach allein gelassen mit ihrem großen Leid. Diese Zeiten sind gottlob vorbei. Die Trendwende im Umgang mit Sextätern in der Soutane erfolgte zwar nicht nur aus eigener Überzeugung heraus, sondern vor allem auf öffentlichen Druck hin. Aber inzwischen ist das Thema Missbrauch bei den - allermeisten - Bischöfen kein Tabu mehr. Sicherlich gibt es auch an den Leitlinien der Bischofskonferenz im Umgang mit Sextätern in den eigenen Reihen noch manches auszusetzen. Doch die Richtung stimmt jetzt. Das ist nicht nur wichtig für die Opfer, das ist auch wichtig für die Kirche. Schließlich predigt sie den Katholiken auch eine strenge Sexualmoral.

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