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WAZ: Brutalität ohne Grenzen. Kommentar von Hans-Josef Justen

    Essen (ots) - Anscheinend hemmungslos haben sie zugeschlagen, eine Frau von 21, ein junger Mann von 19 Jahren. So genannte Bochumer VfL-Fans prügelten während des Bundesligaspiels bei Arminia Bielefeld den Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma halbtot und hinterlassen Fassungslosigkeit, Ratlosigkeit bei den Ursachenforschern. Wo wurzelt diese Brutalität ohne Grenzen, diese menschenverachtende Rücksichtslosigkeit?

      Tobte sich die Niedertracht jahrelang in der Hooligan-Szene aus,
so werden die Bochumer Schläger von Bielefeld den Ultras zugeordnet.
Die verstehen sich vom Ursprung her als Super-Fans ihres Vereins, dem
sie mit diversen Goodwill-Aktionen auf positive Art helfen wollen.
Doch sie werden mittlerweile von rabiaten Störenfrieden unterwandert,
die den Stehplatz in der Stadionkurve als rechtsfreien Raum
betrachten.

      Sie rechtzeitig zu enttarnen, ist für die Klubs und selbst für
die kundigen Ordnungskräfte nicht einfach, weil sich diese
Kriminellen unter Trikots und Kutten verstecken. Gefasst werden sie
erst, wenn es zu spät ist. Und dann auch noch, wie in Bielefeld,
gleich wieder auf freien Fuß gesetzt. Unbegreiflich.

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