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WAZ: Investivlohn-Kompromiss - Zu kompliziert - Leitartikel von Thomas Wels

    Essen (ots) - Nah bei den Menschen, wie sich SPD-Chef Kurt Beck gibt, ist die jüngste Errungenschaft aus der groß-koalitionären Bastelstube gewiss nicht. Eine steuerbegünstigte Kapitalbeteiligung am Unternehmen des Arbeitgebers oder an einem Fonds soll nun die Klasse der Arbeiter und Angestellten endlich am Vermögenszuwachs teilhaben lassen? Und zugleich dankt es der neue Unternehmertyp mit gesteigertem Einsatz am Band und am Schreibtisch? Schnickschnack. Eine ehrliche Gewinnbeteiligung für die Mitarbeiter, die dann selbst entscheiden, wie sie ihr Geld am besten anlegen, tut's doch auch. Und wenn der Arbeitgeber Gutes tun und dem Mitarbeiter in Sachen Altersvorsorge auf die Sprünge helfen will, gibt es schon lange die Direktversicherung durch Gehaltsumwandlung - die spart Sozialversicherungsbeiträge und ist von einem auf den anderen Arbeitgeber übertragbar, das Risiko kalkulierbar. Das muss bei der neuen Anlageform nicht so sein. Und bei der gilt im Wettbewerb mit anderen Anlagen, was immer gilt: eingehend beraten lassen und nie eine Sparform allein aus steuerlichen Gründen wählen.

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