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WAZ: Gabriel darf nicht die SPD führen Wenn Mittelmaß regiert - Leitartikel von Ulrich Reitz

    Essen (ots) - Die SPD hat einen ganz, ganz tollen Nachwuchs. Führungsfiguren, wohin man schaut. Wohin man auch guckt: Talente, Talente, Talente. Die Sorgen der anderen Parteien, dass sich immer weniger Menschen engagieren, gar Karriere machen wollen - offenbar hat die SPD diese Befürchtungen nicht. Wie anders wäre auch sonst erklärbar, dass sie eines ihrer größten Talente sang und klanglos abblitzen lässt? Sigmar Gabriel ist vor allem aus graumäusiger Perspektive kein einfacher Mensch. Eckig, geradeheraus, verschlagen, selbstbewusst, rhetorisch stark, respektlos und ehrgeizig. Noch so einer halt, der am Zaun rüttelt vom Kanzleramt. Offenbar garantiert eine solche Mischung, vom SPD-Establishment abgestoßen zu werden. Wie viele Menschen hat die SPD eigentlich, die sich in einer Polit-Talkshow nicht blamieren? Wie viele hat sie, die sie über Land durch die Säle schicken kann? Wie viele hat sie von Chef-Format? Eben. Nicht viele. Genau genommen nicht einmal eine Hand voll. Der Umgang der mittelmäßigen Führung mit Gabriel zeigt, wie verblendet die 1-C-Etage der SPD schon ist.

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