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Dokumentation "Die Befreier" am 31. Mai als TV-Weltpremiere auf HISTORY

München (ots) - Am 29. April 1945 befreiten amerikanische Truppen das nahe München gelegene Konzentrationslager Dachau. Anlässlich des 70. Jahrestages berichten ehemalige Häftlinge und US-Soldaten in der deutschen HISTORY-Eigenproduktion "Die Befreier" von ihren Erlebnissen. Die einstündige Dokumentation läuft am Sonntag, 31. Mai, um 22 Uhr als TV-Weltpremiere auf dem Pay-TV-Sender HISTORY.

Der Befehl lautete zunächst, ein vermeintliches Waffen- und Benzinlager in Dachau zu "zerstören und dann weiterzuziehen". Doch was die US-Soldaten vorfanden, überstieg jede Vorstellungskraft: Zugwaggons voller Leichen und ein Lager mit 32.000 inhaftierten Menschen, alle dem Tode nahe. In der HISTORY-Dokumentation "Die Befreier" berichten US-Veteranen und ehemalige Häftlinge von den Erlebnissen, die ihr Leben veränderten und noch heute prägen. Einige der Zeitzeugen treten in der Produktion des deutschsprachigen Pay-TV-Senders HISTORY, für die Emanuel Rotstein als Autor und Director Production, verantwortlich ist, zum ersten Mal vor die Kamera. Neben den exklusiven Interviews mit Zeitzeugen illustrieren teilweise unveröffentlichte Farbaufnahmen die Ereignisse. "Die Befreier" ist in HD produziert und wird von Udo Wachtveitl ("Tatort") gesprochen. HISTORY präsentiert die TV-Weltpremiere am Sonntag, 31. Mai, um 22 Uhr.

Die Dokumentation zeichnet ab Hitlers Machtergreifung 1933 zunächst die Geschichte und Erlebnisse dreier Zeitzeugen nach, die als spätere KZ-Häftlinge in Dachau befreit wurden. Parallel berichten vier Zeitzeugen von ihrem Weg, der sie nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor in die US-Armee und mit dieser nach Europa führte. "Ich wusste nicht, was das Wort 'Konzentrationslager' bedeutet. Aber jetzt weiß ich es", beschreibt Jimmy Gentry die Zäsur, die die Befreiung des KZ-Dachau inmitten der Kriegswirren markierte. Gentry war wie viele seiner Kameraden bei der Befreiung gerade einmal 20 Jahre alt. Die Soldaten konnten kaum begreifen, was sie sahen. "Walking Dead" (lebende Tote) nannten die Soldaten die ausgehungerten Überlebenden und taten alles, um sie zu retten. "Sie kümmerten sich um uns wie um Babys", erinnerte sich Joshua Kaufman, der bei seiner Befreiung 17 Jahre alt war. Für Herman Cohn war die Ankunft in Dachau in mehrfacher Hinsicht ein besonderer Moment. Er konnte vor den Nazis Ende der 1930er-Jahre aus Deutschland in die USA fliehen, kehrte als US-Soldat nach Europa zurück und kam als Dolmetscher nach Dachau. Daniel Gillespie zog wie viele Amerikaner enthusiastisch in den Krieg, doch die Begeisterung verflog schnell. Er konnte ebenso wie zahllose seiner Kameraden nicht mit den furchtbaren Bildern, die er in Europa und speziell in Dachau sah, umgehen. Statt an eine Heldentat erinnern sich er und viele andere Kameraden an ihre Fassungslosigkeit und blicken nicht ohne Selbstkritik auf das Verhalten der US-Soldaten bei der Befreiung zurück.

Bei den Dreharbeiten zur HISTORY-Dokumentation gelang es Produzent und Autor Emanuel Rotstein, bewegende Szenen festzuhalten, etwa die Begegnung des Holocaust-Überlebenden Joshua Kaufman mit seinem Befreier, Dan Gillespie, dem Kaufman spontan die Füße küsst - genau so, wie er es sich 70 Jahre zuvor geschworen hatte. Erst wenige Wochen vor der TV-Premiere schloss das HISTORY-Team die Dreharbeiten in Dachau ab; die Dokumentation zeigt somit auch, wie die ehemaligen Häftlinge, ihre Befreier und beider Familien erstmals nach siebzig Jahren nach Dachau zurückkehren.

"Die Befreier" wird nach der TV-Weltpremiere auf HISTORY in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch international zu sehen sein. So strahlt beispielsweise der spanische Sender HISTORIA die Dokumentation von Emanuel Rotstein am 2. Juli aus. Außerdem wird sie auch im israelischen Ableger von HISTORY zu sehen sein.

Der Sender HISTORY setzt bereits seit Jahren erfolgreich auf deutsche Eigenproduktionen wie "Der elfte Tag - Die Überlebenden von München 1972" (2012), "Die Legion - Deutscher Krieg in Vietnam" (2013) oder die Serie "Rost'n'Roll - Kasis Werkstattgeschichten" (2013/14), die in diesem Jahr bereits in die dritte Staffel gehen wird. Verantwortlich für alle Produktionen ist Emanuel Rotstein, Director Production bei HISTORY.

HISTORY dankt der Stiftung Bayerische Gedenkstätten für die Unterstützung.

Weitere Informationen zum Programm gibt es unter history.de/befreier und auf der Facebook-Seite facebook.com/historydeutschland.

HISTORY:

HISTORY ist der TV-Sender für Dokumentationen über besondere Menschen und Ereignisse. Das Programm zeigt täglich, dass Geschichte in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft geschrieben wird. Die vielfach preisgekrönten Sendungen von HISTORY repräsentieren höchstes Produktionsniveau und setzen Maßstäbe für die moderne TV-Dokumentation. HISTORY wird im deutschsprachigen Raum als Joint Venture von NBC Universal Global Networks Deutschland und A+E Networks betrieben. In deutscher Sprache ist der Sender als Pay-TV-Angebot via Kabel, Satellit, IP- und Mobil-TV empfangbar. Eine Auswahl der Programme ist als VoD erhältlich. Weitere Informationen zum Empfang und zum Sender finden sich unter history.de.

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