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Märkische Oderzeitung: Kommentarauszug zu Platzeck/Speer

Frankfurt/Oder (ots) - Brandenburgs Grünen-Fraktionschef Axel Vogel hat gestern eines der Probleme benannt: Die SPD ist jahrelang geführt worden wie ein Freundeskreis und nicht wie eine Partei. Der Landesverband trottet meinungs- und diskussionslos dem Vorsitzenden hinterher, der mit seiner Popularität gute Wahlergebnisse garantierte. Auch die Fraktion ist kein eigenständiger Kraftquell. Sie sprach letzte Woche Speer noch einmal das Vertrauen aus und musste nun zusehen, wie Platzeck es ihm aus Opportunitätsgründen entzog. Die politische Situation erfordert tatsächlich, dass Speer sich aus der Politik zurückzieht. Das hätte er von sich aus tun müssen. Aber da Speer als Mann fürs Grobe fehlte, um das Speer beizubringen, sah sich Platzeck genötigt, die Weichen zu stellen. Die ungeschickte Begründung der Rücktrittsforderung und die Art, wie er mit seinem Vorgehen die eigene Fraktion bloßstellte, zeigt, dass das System Platzeck gerade ins Unkalkulierbare abzugleiten droht.

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