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Märkische Oderzeitung: Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) zu Obama/Irak

Frankfurt/Oder (ots) - Auch beim Irak-Krieg hat sich eine alte Wahrheit bestätigt: Es ist, erstens, leichter, einen Krieg zu beginnen als zu beenden, und, zweitens, schaut das Ergebnis oft ganz anders aus als geplant. Nichts ist es mit der Errichtung einer nahöstlichen Musterdemokratie. Und auch die daran geknüpfte Hoffnung einer Neuordnung der Region in Richtung Frieden, Freiheit und Demokratie bleibt eine Fata Morgana. Stattdessen ist eine an sich schon instabile Szenerie weiter in Bewegung geraten. Obama hat Wort gehalten und den US-Abzug aus Irak in Gang gesetzt. Aber es stimmt nicht, wenn die Botschaft transportiert wird, der Krieg sei zwar aus falschen Gründen begonnen worden, die USA aber hätten ihre Mission erfüllt. Dies ist lediglich eine Floskel, die vermeiden soll, das eigene Volk zu spalten. Obama vermeidet die Abrechnung mit Vorgänger Bush, dessen Anhänger er fürchten muss. So wird die Bilanz eines Desasters ein Balanceakt für den Präsidenten. +++

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