EKD Evangelische Kirche in Deutschland

EKD-Synode beginnt am Sonntag in Dresden/ Kirchenparlament tagt vom 9. bis 12. November an der Elbe

Hannover (ots) - Am kommenden Sonntag, 9. November 2014, wird in Dresden die 7. Tagung der 11. Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eröffnet. Die 126 Delegierten aus den 20 Gliedkirchen der EKD beraten bis Mittwoch, 12. November, das Schwerpunktthema "Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft" und werden verschiedene Berichte, Gesetzesvorlagen und Beschlussanträge diskutieren und verabschieden. Dazu kommen die anstehenden Wahlen eines neuen Ratsmitglieds und eines oder einer neuen Ratsvorsitzenden.

Der Eröffnungsgottesdienst, in dessen Mittelpunkt die Erinnerung an den Fall der Berliner Mauer vor genau 25 Jahren steht, wird am Sonntag um 9.30 Uhr in der Kreuzkirche gefeiert und live vom ZDF übertragen. Die Predigt hält der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Jochen Bohl.

Im Mittelpunkt des ersten Vormittags steht der Bericht des scheidenden Vorsitzenden des Rates der EKD, Nikolaus Schneider. Am Nachmittag folgt der Bericht des Präsidiums der Synode, den Präses Irmgard Schwaetzer erstatten wird. Über beide Berichte ist eine Aussprache vorgesehen. Weiter auf der Tagesordnung steht am Sonntag auch die Fortentwicklung des Verbindungsmodells zwischen der EKD, der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Union Evangelischer Kirchen (UEK).

Am Sonntagabend stellt sich der Kandidat für die Nachwahl in den Rat der EKD vor. Zur Wahl vorgeschlagen ist der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Markus Dröge (Berlin). Die Nachwahl ist erforderlich, weil das bisherige Ratsmitglied Nikolaus Schneider auf dieser Synodaltagung aus persönlichen Gründen aus dem Rat ausscheiden wird. Die Wahl ist für Dienstag, 11. November, vormittags angesetzt.

Weil mit Nikolaus Schneider zugleich der Vorsitzende des Rates der EKD ausscheidet, muss auch diese Position neu besetzt werden. Die Wahl für den Vorsitz des Rates der EKD ist für Dienstagnachmittag vorgesehen. Der oder die Ratsvorsitzende wird aus der Mitte der Ratsmitglieder gemeinsam von Synode und Kirchenkonferenz gewählt. Der Rat kann dafür Vorschläge machen.

Beide Wahlen erfolgen für die restliche Amtsperiode des aktuellen Rates, die im November 2015 endet. Dem Rat der EKD gehören für eine Amtszeit von sechs Jahren 15 Mitglieder an, von denen 14 gemeinsam von Synode und Kirchenkonferenz gewählt werden; die Präses der Synode ist 15. Mitglied kraft Amtes.

Am Montag, 10. November, diskutieren die Synodalen das Schwerpunktthema "Kommunikation des Evangeliums in der digitalen Gesellschaft". Die Beratungen beginnen mit einer Bibelarbeit von Jugenddelegierten der EKD-Synode. Anschließend referieren zum Thema der Theologieprofessor Christian Grethlein (Münster), die Internetbotschafterin der Bundesregierung und Professorin für Designforschung Gesche Joost (Berlin) und die Professorin für Medienwissenschaften Caja Thimm (Bonn). Der Vorsitzende des Vorbereitungsausschusses für das Schwerpunktthema, Landessuperintendent Detlef Klahr (Emden) bringt "Bausteine" für eine Kundgebung der Synode ein, die bereits im Vorfeld der Tagung auf www.evangelisch.de diskutiert werden konnten.

Den Haushaltsplan der EKD für 2015 wird am Montagnachmittag das Ratsmitglied Klaus Winterhoff einbringen. Für den Haushaltsausschuss berichtet dessen Vorsitzender Friedrich Vogelbusch. Am Dienstag, 11. November, wird der Bericht des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung durch Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel und Präsident Ulrich Lilie vorgetragen. Über die Vorbereitungen des Reformationsjubiläums 2017 spricht die EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann.

Die abschließenden Beratungen der Kirchengesetze, die Verabschiedung des Haushaltes und der Kundgebung zum Schwerpunktthema sowie die Beratung weiterer Beschlussanträge sind für Mittwoch, 12. November vorgesehen. Der abschließende Abendmahlsgottesdienst, in dem auch der oder die neue Vorsitzende des Rates eingeführt wird, findet am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Unteren Frauenkirche statt. Die Predigt hält Nikolaus Schneider.

Dresden, den 6. November 2014

Pressestelle der EKD

Carsten Splitt

Über die Synode der EKD: Zusammen mit dem Rat und der Kirchenkonferenz gehört die Synode zu den drei Leitungsgremien der EKD. Sie besteht aus 126 Mitgliedern, davon mehr als die Hälfte Nicht-Theologen. 106 Synodale wurden durch die Synoden der Gliedkirchen gewählt, 20 Mitglieder beruft der Rat unter besonderer Berücksichtigung von Persönlichkeiten, die für das Leben der Gesamtkirche und die Arbeit der kirchlichen Werke Bedeutung haben. Die Synode wird jeweils für die Dauer von sechs Jahren gebildet, die aktuelle Legislaturperiode läuft von 2009 bis 2015. An ihrer Spitze steht ein siebenköpfiges Präsidium. Die Synode der EKD kommt an wechselnden Orten in der Regel einmal im Jahr zu einer mehrtägigen Tagung zusammen. Die Plenarsitzungen sind öffentlich.

Seit der konstituierenden Tagung der 11. Synode im Frühjahr 2009 werden die Tagungen als verbundene Tagungen der Synode der EKD, der Generalsynode der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen in der EKD (UEK) durchgeführt. Die VELKD-Generalsynode tagt vom 6. bis 8. November, die Vollkonferenz der UEK findet am 7./8. November statt.

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