HELABA Landesbank Hessen-Thüringen

Helaba und Frankfurter Sparkasse steigern erneut den Jahresüberschuss

Frankfurt am Main (ots) -

   Starker Anstieg des Zins- und Provisionsüberschusses

   Marktbedingte Bewertungsbelastungen auf Wertpapierbestände
   ergebniswirksam verarbeitet 

   Dynamisches Wachstum des Kundengeschäfts 

"Die Helaba und die Frankfurter Sparkasse haben aufgrund ihres zukunftsorientierten Geschäftsmodells und des konservativen Risikoprofils die Finanzmarktkrise gut bewältigt. Beide Institute, die den Kern des Helaba-Konzerns ausmachen, haben ihre Ertragskraft und ihre Marktposition 2007 weiter gestärkt und die gute Liquiditätssituation gezielt zur Nutzung von Marktchancen eingesetzt." Diese Bewertung nahm Dr. Günther Merl, Vorstandsvorsitzender der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen anlässlich der Vorlage vorläufiger, noch nicht testierter Geschäfts- und Ertragszahlen (HGB-Basis) beider Einzelinstitute vor. Die Präsentation von Konzernzahlen nach IFRS-Standard kündigte er für die Bilanz-Pressekonferenz am 16. April an.

Die Helaba übertraf mit einem Jahresüberschuss von 297,4 Mio. Euro das bereits hohe Vorjahresergebnis um 2,9 %. Auch der Jahresüberschuss der Frankfurter Sparkasse verbesserte sich mit 60,9 Mio. Euro bzw. 21,8 % nochmals deutlich. Beide Institute haben marktbedingte Belastungen infolge der Verwerfungen an den Finanzmärkten umfassend ergebniswirksam verarbeitet. Die Helaba ist mit 190 Mio. Euro und die Frankfurter Sparkasse mit 60 Mio. Euro betroffen. Merl: "Die Wertpapierbestände zeichnen sich unverändert durch eine hohe Bonität aus. Deshalb stellen diese zu Marktpreisen erfolgten Bewertungskorrekturen wirtschaftlich stille Reserven dar, die spätestens bei Fälligkeit der Geschäfte erfolgswirksam realisiert werden."

Helaba: Operative Erträge und Betriebsergebnis vor Risikovorsorge steigen Kundengeschäft auf Rekordniveau

Das operative Geschäft der Helaba entwickelte sich im Jahr 2007 sehr dynamisch. Das Geschäftsvolumen nahm um 8,9 % auf 204,9 Mrd. Euro zu. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 8,7 % auf 158,6 Mrd. Euro. Dabei bildete das Kundengeschäft mit einem Zuwachs von 14,1 % bzw. 9,6 Mrd. Euro den wesentlichen Wachstumstreiber. Mit 77,7 Mrd. Euro erreichen die Kundenforderungen einen Anteil an der Bilanzsumme von fast 50 %. Das mittel- und langfristige Neugeschäft erreichte mit einer Steigerung um 50 % auf 21,8 Mrd. Euro einen neuen Höchstwert. Schwerpunkte waren insbesondere das Immobiliengeschäft und das Corporate Finance-Geschäft. "Diese Zahlen sprechen für die gute Qualität unserer Bilanz und für unsere Verankerung im Kundengeschäft. Die Zuwächse haben wir ohne Abstriche von unseren konservativen Risikostandards erreicht. Sie belegen, dass wir auch während der Krise am Markt präsent sind und die Chancen zum Ausbau unserer Marktposition und zur nachhaltigen Stärkung unserer Ertragskraft nutzen", so Merl.

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertungen der Helaba stieg in 2007 um 2,1 % auf 398,3 Mio. Euro. Das operative Ergebnis hat sich um 0,9 % auf 952,2 Mio. Euro erhöht. Maßgebend hierfür war der Anstieg des Zinsüberschusses um 16,9 % auf 912,2 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss verzeichnet mit einem Plus von 15,6 % auf 77,7 Mio. Euro ebenfalls einen deutlichen Ergebniszuwachs. Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften weist mit minus 68,7 Mio. Euro einen negativen Ergebnisswing gegenüber dem Vorjahr von insgesamt 136,2 Mio. Euro auf. Er ist verursacht durch die erhebliche Ausweitung der Marktaufschläge auch für bonitätsmässig einwandfreie Wertpapiere und deren Bewertung zu Marktpreisen. Die Helaba hält aus Gründen der Liquiditätssteuerung einen Wertpapierbestand von 39,8 Mrd. Euro im Handelsbuch. Im laufenden Handelsgeschäft, hat die Bank trotz der Marktturbulenzen aber weiterhin deutlich positive Ergebnisbeiträge erzielt. Der Saldo aus sonstigen Erträgen und Aufwendungen weist mit 31,2 Mio. Euro einen Zuwachs von 7,6 % auf.

Der Verwaltungsaufwand bewegt sich mit 558,3 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Der Personalaufwand weist infolge niedrigerer Zuführungen zu Pensionsrückstellungen eine sinkende Tendenz auf. Der Sachaufwand ist hingegen um 7,4 % bzw. 17,5 Mio. Euro auf 254,6 Mio. Euro gestiegen.

Das Risikovorsorge-/Bewertungsergebnis im Helaba-Einzelinstitut beträgt minus 52,9 Mio. Euro (Vorjahr minus 36,6 Mio. Euro) . Wesentliche Ursache dieses Anstiegs sind marktbedingte Abschreibungen auf Wertpapiere des Liquiditätsbestandes in Höhe von minus 48,2 Mio. Euro (Vorjahr: plus 11,1 Mio. Euro). Das Bewertungsergebnis des Kreditgeschäftes beträgt plus 9,7 Mio. Euro (Vorjahr: minus 33,3 Mio. Euro), das Bewertungsergebnis des Beteiligungsgeschäftes minus 14,4 Mio. Euro (Vorjahr: minus 8,6 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge und Bewertungen liegt mit 341,0 Mio. Euro um 2,4 % leicht unter dem hohen Vorjahreswert.

Starkes Wachstum von Frankfurter Sparkasse und 1822 direkt Ertragslage erneut verbessert

Die Frankfurter Sparkasse verzeichnete ihr stärkstes Wachstum seit 10 Jahren. Ihre Bilanzsumme stieg um 14,9 % auf 17,7 Mrd. Euro. Die stärksten Wachstumsimpulse gingen von den Kundeneinlagen aus. Sie nahmen um 15,3 % oder 1,7 Mrd. Euro auf 12,8 Mrd. Euro zu. Auf die 1822direkt entfielen davon allein 1,4 Mrd. Euro. Zum 1. Januar 2009 ist die Ausgliederung der 1822direkt und Verselbständigung mit eigener Banklizenz und einer Eigenkapitalausstattung von 125 Mio. Euro vorgesehen.

Die Ertragslage der viertgrössten Sparkasse Deutschlands hat sich in 2007 erneut verbessert. Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge und Bewertungen stieg um 16,7 % auf 84,0 Mio. Euro. Gegen den allgemeinen Trend verbesserte sich der Zinsüberschuss um 3,3 % auf 239,9 Mio. Euro. Die Zunahme des Provisionsüberschusses um 9,3 % auf 89,7 Mio. Euro ist u.a. auf höhere Erträge aus dem Wertpapierkommissionsgeschäft zurückzuführen, das um 30 % auf 2,9 Mrd. Euro sprang. Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften nahm auf 0,5 Mio. Euro ab, weil die Sparkasse nach ihrer Integration in den Helaba-Konzern die Handelsaktivitäten eingestellt hat. Die sonstigen Erträge und Aufwendungen schlossen mit einem positiven Saldo von 2,3 Mio. Euro ab. Der Verwaltungsaufwand reduzierte sich dank eines straffen Kostenmanagements auf 248,4 Mio. Euro.

Die weitere Erholung des Betriebsergebnisses vor Risikovorsorge und Bewertungen ging einher mit gestiegenen Belastungen aus dem Bewertungsergebnis. Es ist gekennzeichnet durch positive Effekte aus dem Kreditgeschäft, Zuführungen zur §340f-Reserve und einem positiven Bewertungssaldo aus dem Beteiligungsgeschäft. Die Frankfurter Sparkasse hält einen Liquiditäts-Wertpapierbestand in Höhe von 6,7 Mrd. Euro. Dieser wurde zum strengen Niederstwertprinzip bewertet und weist Bewertungskorrekturen von 58,4 Mio. Euro auf.

Die in der Region Frankfurt führende Retailbank erwirtschaftete somit ein um 2,9 % erhöhtes Betriebsergebnis nach Risikovorsorge von 73,8 Mio. Euro. Sie weist einen um 21,9 % verbesserten Jahres-überschuss in Höhe von 60,9 Mio. aus, der vollständig den Gewinn-rücklagen zugeführt wird.

Geschäftsmodell des Helaba-Konzerns hat sich in Finanzmarktkrise bewährt

Merl bewertet das Geschäftsjahr 2007 insgesamt positiv: "Operativ haben Helaba und Frankfurter Sparkasse ein exzellentes Jahr hinter sich. In schwierigen Marktturbulenzen haben wir klar Kurs gehalten. Unser strategisches Geschäftsmodell - der Mix aus Wholesale und Retail, die vorbildliche Zusammenarbeit mit den Sparkassen in Hessen und Thüringen und das vorausschauende Risiko- und Liquiditätsmanagement - hat sich erneut bewährt. Das strategische Geschäftsmodell des Helaba-Konzerns ist zukunftsfähig. Trotz der marktbedingten Bewertungsbelastungen von konzernweit 250 Mio. Euro haben wir das Ergebnis auf hohem Niveau stabilisiert und über die Bildung von Rücklagen die Kapitalbasis für das zukünftige Wachstum gestärkt. Die in den Helaba-Konzern integrierte Frankfurter Sparkasse ist endgültig am Markt zurück. Sie verzeichnet das stärkste Wachstum im letzten Jahrzehnt und hat ihre Ertragssituation wiederum verbessert. Von der Ausgliederung der 1822 direkt erwarten wir weitere Wachstumsimpulse."

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