Bundesverband Dt. Krankenhausapotheker

Generalanwalt Yves Bot erneut auf Seiten der Patientensicherheit

Berlin (ots) - In seinem Schlussantrag im EuGH-Verfahren zum Fremdbesitzverbot verteidigt der Generalanwalt das bestehende Fremdbesitzverbot in Deutschland und Italien

Bereits in der ersten wichtigen Apotheken-Entscheidung des EuGH in diesem Jahr, die sich mit der regionalen Gebundenheit der Krankenhausversorgung mit Arzneimitteln befasste, war im Schlussantrag wie dann auch im Urteil vom 11. September zu erkennen, dass sich sowohl Yves Bot als auch die Kammer auf einen der Patientensicherheit verpflichteten Standpunkt stellten. Die Entscheidung darüber, wie und in welchem Maße die Sicherheit der Arzneimittelversorgung zu gewährleisten ist, liegt danach in der Entscheidungskompetenz des jeweiligen Nationalstaates.

"In seinem Schlussantrag vom 16.12.08 zum Fremdbesitzverbot lässt Herr Bot denselben Grundsatz erkennen." meint Holger Hennig, Präsident des Bundesverbands Deutscher Krankenhausapotheker (ADKA) e.V. . "Für uns als Krankenhausapotheker, die wir eine besondere Verantwortung für die Sicherheit der Arzneimitteltherapie in der Klinik tragen, ist die Vorstellung einer ketten-gesteuerten Pharmazie ausgesprochen bedenklich. Insofern begrüßen wir sehr, dass auch in diesem Verfahren offensichtlich die Vernunft die Oberhand behalten wird."

"Die Sicherheit der Patienten hat klaren Vorrang vor der unbeschränkten Liberalisierung des Gesundheitsmarkts," sagt ADKA-Geschäftsführer Klaus Tönne. "Dies wäre, wenn denn die Kammer dem Antrag von Yves Bot folgen sollte, ein wichtiges Signal für alle Beteiligten. Arzneimittel sind besondere Güter, die sich den üblichen Marktmechanismen nicht ohne weiteres unterwerfen lassen. Wir haben nun deutlich mehr Grund zu der Hoffnung, dass die Entscheidung aus Luxemburg, die ja wohl im Frühjahr 2009 zu erwarten ist, diesen Grundsatz bestätigen wird."

Die ADKA vertritt die Interessen von rund 1.700 deutschen Krankenhausapothekern. Im Fokus der Verbandsarbeit steht, die größtmögliche Sicherheit der Arzneimittelversorgung aller Klinikpatienten zu gewährleisten. Weitergehende Informationen finden Sie unter http://www.adka.de

Ansprechpartner:

Präsident Holger Hennig, praesident@adka.de
Geschäftsführer Klaus Tönne, gf@adka.de
Alt Moabit 96, 10559 Berlin, Tel. 030-3980 8752, Fax - 8753.
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