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DStGB: Ansätze zu Sozialreformen richtiger Schritt - mehr Pauschalierung statt Einzelfallbürokratie

Berlin (ots)

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund begrüßt die
Vorschläge der Koalitionäre zu einer stärkeren Pauschalierung zum 
Beispiel bei den Miet- und Nebenkosten für Hartz IV- Empfänger. "Auch
die Ansätze zur Neuaufstellung der Jobcenter mit einer stärkeren 
kommunalen Einbindung sind richtig. Wir müssen dafür sorgen, dass die
Betreuer in den Jobcentern endgültig von überflüssiger Bürokratie 
entlastet werden und mehr Zeit haben, die Erwerbslosen in Arbeit zu 
bringen", sagte DStGB-Hauptgeschäftsführer Gerd Landberg heute in 
Berlin.
Zur Zeit sind die Mitarbeiter viel zu sehr damit beschäftigt 
Miet- und Nebenkosten abzurechnen und zu kontrollieren. Gleichzeitig 
hat der Streit um die Unterkunftskosten zu einer Prozesslawine bei 
den Sozialgerichten geführt. Zur Zeit sind ca. 170.000 Verfahren 
anhängig, bei denen es zum großen Teil um Abrechnungsdetails der 
Unterkunftskosten geht. Wer hier pauschaliert entlastet die 
Mitarbeiter, vereinfacht aber insbesondere das Verfahren für die 
Betroffenen. Auch beim BaföG für Studenten hat sich ein 
pauschalierter Ansatz für die Unterkunft bewährt.
Der DStGB hat bereits ein Modell entwickelt, wo nach ein 
kooperatives Jobcenter ohne Verfassungsänderung rechtmäßig 
ausgestaltet werden kann. Zwischen der Bundesagentur und der Kommune 
bleibt es bei der Arbeit unter einem Dach und ein Kooperationsvertrag
sichert, dass jede der beteiligten Behörden die Kenntnisse einbringt,
mit denen den Erwerbslosen am besten geholfen wird. Die 
Bewilligungsbescheide werden dann zwei Unterschriften tragen, was 
aber für den Erwerbslosen an der weiter bestehenden Hilfe aus einer 
Hand nichts ändert. Büroräume, IT und organisatorische Infrastruktur 
werden weiter gemeinsam genutzt und die Kostenaufteilung vertraglich 
geregelt. Das gibt zu gleich den Beschäftigten in den Jobcentern eine
sichere Perspektive, die für gute Arbeit in der Zukunft unerlässlich 
ist. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass die Bundesagentur 
nicht versucht, durch bürokratische Vorgaben den Ideenreichtum vor 
Ort zu behindern. Das DStGB-Modell ist bereits durch den anerkannten 
Verfassungsrechtler Prof. Dr. Albert von Mutius geprüft.

Pressekontakt:

Kontakt:

Franz-Reinhard Habbel
Sprecher des DStGB
Tel.: 030/77307-225 oder 0172-2402723
E-Mail: Franz-Reinhard.Habbel@dstgb.de

Original-Content von: Deutscher Städte- und Gemeindebund e.V., übermittelt durch news aktuell

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