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BERLINER MORGENPOST: Eiertanz um die Spätis - Ein Kommentar von Joachim Fahrun

Berlin (ots) - Das Sonntagsverkaufsverbot für Spätverkaufsstellen ist längst Rechtslage in Berlin. Zwar halten sich nicht alle daran, aber in einigen Bezirken sind die Bußgeldverteiler längst unterwegs. Und man fragt sich, warum eigentlich.

Spätis dürfen am Sonntag Blumen, Milch, Brot, Zeitungen und Reisebedarf verkaufen, was immer das im Einzelnen sein darf. Alkohol nicht, Zigaretten auch nicht. Es hilft auch nicht, das "böse" Hauptsortiment am Sonntag abzudecken. Letztlich wird die Stadt Zeuge eines bürokratischen Eiertanzes, der vielfach in Schikanen für die finanziell meist nicht auf Rosen gebetteten Betreiber mündet.

Was spricht dagegen, kleine Spätis unterhalb einer zu bestimmenden Fläche als Sonderverkaufsstellen jenseits des offiziellen Einzelhandels zu definieren und den Eiertanz zu beenden? Niemand begreift, warum der Autofahrer an der Tankstelle all das erwerben darf, was dem Fußgänger im Kiez am Sonntag zu kaufen untersagt ist.

Dass Spätis dem Supermarkt Konkurrenz machen, ist absurd. Dazu sind die Sortimente zu klein, die Preise zu hoch. Kein Mensch, der bei Sinnen ist, wird seinen Wocheneinkauf am Sonntag im Späti erledigen, außer in einer Notlage.

Der ganze Kommentar im Internet unter: www.morgenpost/207469767

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