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BERLINER MORGENPOST: Werden wir selbstbewusst - Leitartikel von Susanne Leinemann

Berlin (ots) - Nun will SPD-Fraktionschef Raed Saleh durchsetzen, dass in Berlin ab 2018 die Hortgebühren für Grundschüler wegfallen sollen. Das baldige Ende der Krippengebühren ist ja mit dem Koalitionspartner CDU schon beschlossen. Und die Kita ist eh schon umsonst.

Man reibt sich verwundert die Augen - haben wir über Nacht in Berlin einen Geldtopf gefunden? Zwar ist die Verschuldung im letzten Jahr auf unter 60 Milliarden Euro gesunken, doch verschuldet sind wir weiterhin. Der Rest der Republik lacht über uns. Und zahlt für uns.

Freunde aus München, die Kinder haben, schütteln empört die Köpfe: "Was, bei euch ist das alles für lau? Und wir müssen es bezahlen?" Ähnlich ungehalten reagieren auch die Finanzminister aus den südlichen Ländern. Wer nichts hat, der kann doch nicht so üppige Geschenke machen wie jetzt in Hort und Krippe. Sagt doch der gesunde Menschenverstand.

Wir sind eine wachsende Stadt, die das Zeug hat, eines Tages kräftig und gesund dazustehen. Aber dafür müssen wir anfangen, für uns selbst Verantwortung zu übernehmen. Es wird Zeit, dass diese Stadt selbstbewusst - also sich ihrer selbst bewusst - wird und versucht, ihre Probleme alleine zu klären. Sich die Einnahmen aus Krippen- und Hortgebühren entgehen zu lassen, ist einfach fahrlässig.

Der ganze Leitartikel im Internet unter: www.morgenpost.de/206955725

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