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BERLINER MORGENPOST: Ein klares Votum - Ein Leitartikel von Christine Richter

Berlin (ots) - Das Ergebnis ist sehr viel klarer ausgefallen, als es viele CDU-Politiker in Berlin erwartet haben: 52 Prozent der CDU-Mitglieder in der deutschen Hauptstadt sprechen sich gegen die Homo-Ehe aus, nur 42 Prozent dafür. Mancher wird jetzt entschuldigend sagen, es habe sich ja auch nur rund ein Drittel der Berliner CDU-Mitglieder an der Befragung beteiligt, aber das hilft den progressiven Unionspolitikern nicht weiter: Ein Drittel ist bei einer solchen, ersten Mitgliederbefragung innerhalb der Berliner CDU, zumal zu einem solch inhaltlichen Thema - und nicht etwa zu einer Personenwahl oder der Frage, wer der nächste Regierende Bürgermeister werden soll - schon sehr viel. Das Ergebnis ist, so bitter es für manch einen sein mag, eindeutig.

Was bedeutet das Ergebnis für die Berliner CDU? Glaubt man der SPD und den Oppositionsparteien, hat sich die Partei jetzt ins Aus katapultiert - schließlich ist Berlin die Hauptstadt der Schwulen und steht für Toleranz und Vielfalt. Ganz so schlimm ist es nicht, denn die CDU wird nun einmal von bürgerlichen, eher konservativen Menschen gewählt. Unter wahltaktischen Gesichtspunkten ist es wohl wahrscheinlich, dass die CDU jetzt zwar keine neuen schwulen Wähler hinzugewonnen, dafür aber auch nicht eine Vielzahl ihrer Wähler verloren hat. Mehr noch: Glaubt wirklich jemand, dass die Frage "Bist du für oder gegen die Homo-Ehe?" für die Wahlentscheidung ausschlaggebend ist? Die Berliner CDU hat eine Chance verpasst, sich als moderne Großstadtpartei zu profilieren. Das ist schade, mehr aber auch nicht.

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