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AUTO BILD: Immer mehr Länder schützen Kinder per Gesetz vor Zigaretten-Qualm im Auto - Deutschland nicht

Zigarettenkonsum im Auto: Partikelbelastung wie in einer Raucherkneipe. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/53065 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/AUTO BILD/Bildrechte: AUTO BILD"

Hamburg (ots) - Partikelbelastung wie in Raucherkneipen / Kinder gefährdeter als Erwachsene / Ministerien schieben sich gegenseitig Verantwortung zu

Wer ab dem 1. Oktober in Großbritannien im Auto raucht, macht sich strafbar und zahlt ein Bußgeld von umgerechnet ca. 70 Euro. Noch härter greift Griechenland durch: Bereits seit 2010 ist dort das Rauchen in Autos in Gegenwart von Kindern unter zwölf Jahren verboten. Wer es trotzdem macht, zahlt 1.500 Euro Strafe. Auch Frankreich und Italien planen aktuell Anti-Raucher-Regelungen in Autos. Nur Deutschland nicht, wie die Zeitschrift AUTO BILD in ihrer neuen Ausgabe 35/2015 (EVT: 28.8.2015) berichtet. Laut des Fachmagazins schieben sich die Ministerien gegenseitig die Verantwortung zu. Das Bundesverkehrs- verweist aufs Gesundheitsministerium und das wiederum auf die Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Selbst im strengen Nichtraucherschutz-Land Nordrhein-Westfalen möchte sich Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) auf Nachfrage von AUTO BILD nicht festlegen.

Argumentiert wird in Politikerkreisen mit Hinweisen auf Freiheitsbeschneidung im privaten Raum und mangelnde Kontrollmöglichkeiten. Dabei sprechen Studien eine deutliche Sprache: Selbst bei offenem Fenster entspricht die Konzentration der Tabakrauchpartikel im Fahrzeuginneren der einer Raucherkneipe, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) feststellt. Weil Kinder schneller atmen als Erwachsene und dadurch mehr Schadstoffe aufnehmen, sind sie stärker gefährdet. "Tabakrauch kann im geschlossenen Innenraum des Autos massive gesundheitliche Auswirkungen haben", sagt die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Marlene Mortler. Zur Frage, ob dafür strengere Gesetze nötig seien, schweigt auch sie.

Vernünftiger als Politiker sind die deutschen Autofahrer. Laut DKFZ stimmten in einer Umfrage 87 Prozent einem Rauchverbot im Auto zum Schutz von Kindern zu.

Den Artikel "Schluss mit dicker Luft" lesen Sie in der neuen Ausgabe 35/2015 von AUTO BILD, die am 28. August 2015 erscheint.

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