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Palenda sieht wachsende agressive Tendenzen gegen Flüchtlinge

Berlin (ots) - Der Leiter des Berliner Verfassungsschutzes, Bernd Palenda, sieht in der zunehmenden Gewalt gegen Flüchtlings-Unterkünfte ein Zeichen für wachsende agressive Tendenzen.

Dies geschehe vor allem in den östlichen Bezirken der Stadt, wo "Rechtsextremisten in der Vergangenheit ihren Aktionsschwerpunkt entwickelt haben", sagte Palenda am Dienstag im rbb-Inforadio zum aktuellen Lagebericht seiner Behörde. Dies betreffe nicht nur Marzahn-Hellersdorf, sondern auch Pankow und Köpenick. Es sei die Strategie der Rechtsextremisten, durch Generalisierung und Pauschalisierung Ängste in der Bevölkerung vor Flüchtlingen herbeizuführen, um sich dann als diejenigen anzubieten, die sich um diese Ängste kümmern.

Palenda wies darauf hin, dass die Hälfte der Täter zuvor nicht als Rechtsextremisten in Erscheidung getreten sei. Hier handele es sich überwiegend um Männer unter 30. Bei ihnen habe man feststellen können, "dass Gruppenzwänge, dass Alkohol, dass aber auch eine gewisse Form der Großmannssucht" zu den Taten beigetragen hätten.

Palenda appellierte an die Nutzer sozialer Netzwerke, rassistische Hetzbotschaften zu melden. "Alle Bürger, die im Rahmen eines sozialen Netzwerks rassistische Hetze, Angriffe feststellen, sollten sich aufgefordert sehen, diese Vorgänge zu melden an die entsprechenden Betreiber. Die Betreiber sind aus unserem Blickwinkel in der Verantwortung, sofort zu sperren und zu handeln."

Das vollständige Interview können Sie hier hören: http://ots.de/ARFqt

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