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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Volkswagen/Winterkorn/Machtkampf

Stuttgart (ots) - Die rücksichtslose Vorgehensweise Ferdinand Piëchs zeugt von einer Gutsherrenart, die nicht zu den Regeln einer Aktiengesellschaft passt. Der Enkel des Käfer-Konstrukteurs Ferdinand Porsche verhält sich wie ein Familienunternehmer, der alle nach seiner Pfeife tanzen lässt. Er hat sich in seiner Zeit als Manager, Vorstands- und Aufsichtsratschef des Wolfsburger Konzerns gewiss viele Verdienste erworben. Doch es ist gut, dass ihm nach dieser rabiaten Aktion seine Grenzen aufgezeigt worden sind.

Für VW war es wichtig, dass die Führungskrise rasch beigelegt worden ist. Ein anhaltender Machtkampf hätte das Unternehmen gelähmt, weil die Manager des Autokonzerns nicht mehr gewusst hätten, wer jetzt das Sagen hat. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie Ferdinand Piëch mit dieser Niederlage umgeht. Er ist nicht bekannt dafür, dass er klein beigibt. In der Vergangenheit hat der VW-Patriarch vielmehr bewiesen, dass er ein Meister der Zermürbungstaktik ist.

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