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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Allianz/Lebensversicherungen/Zinsen

Stuttgart (ots) - Die rund 90 Millionen Lebensversicherungsverträge in Deutschland werfen immer weniger ab. Über die Folgen wird viel zu wenig diskutiert: Die Policen sind für die Normalverdiener der Weg, um sich eine private Altersvorsorge aufzubauen. Jetzt stellen die Menschen fest, dass sie aus der privaten Säule weniger Geld zu erwarten haben. Auch die gesetzliche Rente wartet bekanntlich mit geringeren Leistungen auf.

Die Lebensversicherungen sind daran nicht schuld, denn auch sie leiden unter der extremen Geldpolitik. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist zwar nicht dazu da, Sparern und Investoren hohe Zinsen zu garantieren. Doch je länger die Niedrigzinspolitik anhält, desto deutlicher treten die Kollateralschäden zu Tage. Weil Lebensversicherungen ältere Verträge mit hohen Garantiezinsen versehen haben, bringen sie die Minizinsen in die Bredouille. Auf Dauer ist das brandgefährlich. EZB-Präsident Mario Draghi muss auf die Stabilität des gesamten Finanzsystems achten.

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