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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Frankreich/Alstom/Siemens

Stuttgart (ots) - Zu klein, zu finanzschwach, um auf dem Weltmarkt zu bestehen, braucht der französische Konzern Alstom einen starken Partner und hat ihn wohl auch schon gefunden. General Electric hat nach Überzeugung des Alstom-Verwaltungsrats nicht nur das bisher beste Übernahmeangebot für die Energiesparte des Unternehmens vorgelegt. GE und Alstom ergänzen sich auch gut. Die anderen Interessenten, Siemens und Toshiba, können da bisher nicht mithalten.

Aber leider ist da auch noch Frankreichs traditionell protektionistische Politik. Die sozialistische Regierung will zeigen, dass auch sie Schutz vor den Grausamkeiten der Globalisierung bieten kann - wie ihn der rechtspopulistische Front National verspricht. Und so hat sich Wirtschaftsminister Montebourg, der Siemens favorisiert, ein Vetorecht zuerkannt. Sollte Alstom unter politischem Druck eine wirtschaftlich unvernünftige Entscheidung treffen, brächte das indes nicht nur für das Unternehmen Nachteile. Die staatliche Intervention dürfte auch ausländische Investoren abschrecken, auf die das wachstumsschwache Land mehr denn je angewiesen ist.

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