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Mitteldeutsche Zeitung: zur Situation in Kolumbien

Halle (ots) - Der Friedensprozess steht am Rande des Abgrundes. Nur zu leicht lässt sich ausmalen, was passieren kann, wenn jetzt einer der Akteure die Nerven verliert. Wenn in Bogotá die alten Krieger um Ex-Präsident Álvaro Uribe Oberwasser gewinnen. Wenn die Guerilla wieder zu den Waffen greift. Schlimmer noch: Wenn die Farc zerbricht und aus der Organisation Grüppchen werden, die sich Drogenkartellen als Schutztruppe andienen. Es gebe keinen "Plan B", hat Präsident Santos gesagt. Dieser Umstand, der sonst ein Debakel wäre, ist für das Land jedoch eine Chance. Präsident und Farc-Führer sind aufeinander angewiesen. Nur gemeinsam können sie doch noch ans Ziel kommen. Santos allein kann es nicht richten, er wird Hilfe brauchen, auch aus dem Ausland: von den Nachbarn, von der US-Regierung, der EU, dem Papst.

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