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Mitteldeutsche Zeitung: zu Lage Union/Griechenlanddebatte

Halle (ots) - Für die Unions-Fraktion hingegen wird es immer schwieriger, ihren Griechenland-Kurs zu erklären. Fraktionschef Volker Kauder hat die Abgeordneten vor dem Votum in eine verzwickte Lage manövriert: Ausdrücklich hat er die Beteiligung des Internationalen Währungsfonds zur Voraussetzung für ein "Ja" gemacht. Der wird bei der Rettungsaktion aber nur mitmachen, wenn es Schuldenerleichterungen gibt. Die lehnt die Union ab. Mit der Androhung von Sanktionen hat Kauder die Skeptiker weiter gereizt. Letztes Mal votierten 60 Abgeordnete mit "Nein". Ist die Zahl jetzt niedriger, riecht das nach Einschüchterung. Ist sie höher, wäre Kauders Autorität beschädigt. So oder so macht Merkels CDU eine unglückliche Figur.

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