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Mitteldeutsche Zeitung: zu Weltkulturerbe/Naumburg

Halle (ots) - Aber die Antragsteller - und mit ihnen viele Bürgerinnen und Bürger - haben trotzdem nicht aufgesteckt. Dieser Mut ist es nun auch, der belohnt wird mit einer zweiten Chance. Die gilt es allerdings engagiert zu nutzen - zunächst für eine Selbstkritik. Denn wenn es nicht zuletzt das geheimnisvolle Lächeln der Uta gewesen sein sollte, eine der berühmten Stifterfiguren aus dem Naumburger Dom, das den Ausschlag bei der Welterbekommission gab, dann muss man sich in Naumburg fragen, ob man mit diesem Pfund nicht stärker hätte wuchern sollen. Gegen die Konkurrenz anderer Dome würde es schwierig werden, auf die Liste zu kommen, hieß es seinerzeit. Also "fand" man eine mittelalterliche Herrschaftslandschaft dazu. Daran ist sicher nichts falsch - aber der Naumburger Dom ist eben, allein Utas wegen, keiner wie jeder andere.

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