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Mitteldeutsche Zeitung: zur Reform des Wahlrechts

Halle (ots) - Die Wahlbeteiligung schwächelt nicht, weil etwa die Zweitstimme Zweitstimme heißt. Die Ursachen sind komplexer. So besteht die Gesellschaft mittlerweile aus viel mehr Einzelinteressen als noch vor Jahren. Den Parteien gelingt es immer weniger, die Strömungen aufzunehmen und die Menschen für sich zu begeistern. Stattdessen erleben Gruppieren wie die Piraten eine kurze Blüte. Zudem vermittelt die Große Koalition im Bund, aber auch in Sachsen-Anhalt vielen Menschen das Gefühl der Ohnmacht, zumal die Opposition ihrem Namen nicht gerecht wird. Gegen Wahlmüdigkeit hilft nur der politische Wettbewerb, der Streit um beste Köpfe und schlaue Konzepte. Nur so lassen sich Wahlmüde dauerhaft wieder sensibilisieren.

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