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Mitteldeutsche Zeitung: zu Tarifstreit bei der Bahn

Halle (ots) - Offenbar ahnt der Gewerkschaftschef, dass der von ihm im Dezember propagierte Verhandlungsdurchbruch keiner war: Die Bahn akzeptiert nach wie vor nur einen Tarifvertrag pro Berufsgruppe, den sie für Lokführer mit der GDL, für Zugbegleiter und andere Bedienstete mit der Eisenbahner-Gewerkschaft EVG abschließen will. Ebenso unnachgiebig beharrt die GDL auf dem Recht, für alle ihre Mitglieder zu verhandeln. Alles wie gehabt? Nicht unbedingt, sofern beide Seiten aus der Auseinandersetzung gelernt haben. Die Bahn sollte anerkennen, dass der GDL der Vertretungsanspruch für ihre gesamte Mitgliedschaft zusteht. Auf der anderen Seite dürfte der GDL-Spitze nicht entgangen sein, dass das öffentliche Verständnis für Bahn-Streiks Grenzen hat. Wie wäre es also mit sachlichen Verhandlungen der Bahn mit beiden Gewerkschaften, an deren Ende sehr ähnliche Vereinbarungen stehen?

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