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Mitteldeutsche Zeitung: zu Sachsen-Anhalt und schnelles Internet

Halle (ots) - Otto-Normalverbraucher wird beim Aufrufen einer Internetseite oder beim Abspielen eines Videos kaum merken, ob er mit 50 oder 16 Megabit pro Sekunde unterwegs ist. Entscheidend ist der fixe Anschluss aber für Firmen, die große Datenmengen verschicken und empfangen. Ein lahmer Anschluss ist für sie nicht nur Ärgernis - sondern schlicht geschäftsschädigend. Erstes Ziel des Netzausbaus muss die Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft sein. Deshalb darf das Land nicht nur die Wirtschaftlichkeitslücke schließen. Geld zu geben, wenn einer danach fragt - das ist zu passiv. Das Land muss stattdessen feststellen, wo die digitale Säge klemmt und Firmen behindert sowie Schwerpunkte benennen, wo als erstes und zur Not in Landesregie das Netz aufgerüstet wird. Netzausbau ist Wirtschaftsförderung 2.0 - das Motto muss deshalb lauten: Gestalten statt Verwalten.

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