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Mitteldeutsche Zeitung: zu Deutschland-Frankreich

Halle (ots) - Internationale Kritik an ihrer Sparpolitik ist die Bundesrepublik gewöhnt. Doch Macrons Vorstoß ist aus diplomatischer Sicht ungewöhnlich. Schließlich will die französische Regierung etwas von Deutschland und anderen europäischen Ländern. Sie will eine weitere Ausnahme vom Stabilitätspakt und dessen Defizitregeln. Dafür muss sie aber selbst etwas bieten und kann nicht Forderungen an andere stellen. Offensichtlich wollte Macron auch seinen Widersachern demonstrieren, dass sich Berlin und Paris trotz allem auf Augenhöhe begegnen. Im Gespräch ist ein anderer Deal, über den sich reden lässt. Dabei sagt Frankreich verbindlich und konkret Reformen zu. Im Gegenzug erhält es noch einmal Aufschub für die Haushaltssanierung. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat jedes Interesse, die Reformkräfte in Frankreich zu stärken, statt sie durch übertriebene teutonische Härte zu schwächen.

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