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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Irak

Bielefeld (ots) - US-Außenminister John Kerry steht blamiert da. Seine Ankündigung einer Einheitsregierung zur Rettung des Irak ist schon nach zwei Tagen Makulatur. Das ist peinlich. Wirklich schlimm aber ist, dass die schiitische Führung um Präsident Nuri al-Malaki in Bagdad lieber untergeht, als das letzte bisschen Macht zu teilen. Es sind die Fakten, die die Sache so brisant machen - nicht die Eitelkeiten einer Supermacht, die den Irak nie retten konnte. Nach den Kurden im Norden haben sich jetzt die Schiiten im Süden für den Zerfall des Staates entschieden. Der Isis-Terror dazwischen geht unaufhaltsam weiter. Derzeit geht es um die Raffinerien, danach gegen die schiitischen Heiligtümer. Alles ist absehbar und kennt nur eine Richtung, nämlich eine weitere Verschärfung der Lage. Niemand weiß, wann die Kämpfer für ein Kalifat unter der Scharia schließlich ihre ultimative Marschrichtung ausgeben: Jerusalem Der Wahnsinn scheint unaufhaltsam zu sein. Deshalb ist jeder diplomatische Vorstoß, sei er noch so gewagt, respektabel - selbst wenn er wie im Fall Kerry blamabel endet.

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