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Mitteldeutsche Zeitung: Polizei Elektroschocker statt Einsatz von Pistole

Halle (ots) - Das Spezialeinsatzkommando (SEK) in Sachsen-Anhalt soll künftig auch mit Elektroschock-Pistolen ausgerüstet werden. Ein entsprechender Antrag auf Beschaffung dieser "nichttödlichen Distanzwaffen" ist nach Informationen der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Dienstagsausgabe) bereits vom Landeskriminalamt gestellt worden. Ein Sprecher des Innenministerium wollte sich dazu nicht im Detail äußern, erklärte aber: "Wir schließen nicht aus, dass Spezialeinheiten der Landespolizei künftig mit diesen Waffen ausgerüstet werden." Zuvor hatte der Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft die Ausrüstung aller Streifenbeamten mit den Elektroschockern - auch Taser genannt - gefordert, um der nach Auffassung der Gewerkschaft immer höheren Gewaltbereitschaft gegenüber Polizisten zu begegnen. Es sei allemal besser, einen Angreifer mit starken Schmerzen außer Gefecht zu setzen, als ihn möglicherweise mit der Dienstwaffe zu töten, begründete Gewerkschaftsboss Wolfgang Ladebeck die Forderung. Bei Politikern von SPD, Grünen und Linken stieß die Forderung auf Kritik.

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