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Mitteldeutsche Zeitung: zu Tebartz-van Elst

Halle (ots) - Im Umgang mit vertraulichen Dokumenten gibt es einen alten Trick: eine gewünschte Lesart vorgeben, noch ehe die Texte veröffentlicht werden und damit für jedermanns Interpretation offen sind. Dieser Kampf um Deutungshoheit vor der Zeit findet gerade mit Blick auf den Prüfbericht zu den Limburger Bistumsfinanzen statt. "Aus dem Vatikan verlautet", Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst habe sich beim 31-Millionen-Bau seiner Residenz weder der Verschwendung noch der Aushebelung von Kontrollgremien schuldig gemacht und sei damit "weitgehend entlastet". Wirklich? Kenner der Materie versichern, ein freihändiges, rücksichtsloses Finanzgebaren zum Schaden des Bistumsvermögens lasse sich anhand der verfügbaren Unterlagen belegen.

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