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Mitteldeutsche Zeitung: zu Perspektiven für Afghanistan

Halle (ots) - Entweder erklärt sich der Westen bereit, weitere 30 Jahre mit seinen Truppen in dem Land zu bleiben. Das ist illusionär, weil das in den hiesigen Gesellschaften nicht durchsetzbar ist. Oder aber der Westen tritt in Verhandlungen ein, unter Beteiligung der lokalen Akteure sowie der Regionalmächte Iran und Pakistan. Am Ende der Verhandlungen wird natürlich keine Demokratie stehen, sondern ein - wenn es gut läuft - gemäßigt islamisches Regime unter Beteiligung der Taliban, in dem viele Mädchen wahrscheinlich nicht mehr zur Schule gehen dürfen, in dem "Ehebrecherinnen" allerdings auch nicht mehr gesteinigt werden. Dies als politisches Ziel zu benennen, ist furchtbar genug. Doch die Alternative dazu ist endloser Krieg.

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