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Mitteldeutsche Zeitung: zu Köhler

Halle (ots) - Köhler lässt von einem Tag auf den anderen das höchste Amt im Staat verwaist zurück. Mitten in der schwersten Wirtschaftskrise seit Gründung der Republik, die nicht nur die Zukunft des Euro, sondern auch der Europäischen Gemeinschaft insgesamt in Frage stellt. Das darf mit Fug und Recht als Fahnenflucht bezeichnet werden. Horst Köhler war am Ende allein in Bellevue. Das hat er nicht ausgehalten. Versagt hat Köhler aber nicht nur als Politiker, der er nie sein wollte, sondern auch als Staatsdiener. Zuletzt hielt ihn nicht einmal mehr die eiserne Disziplin eines Spitzenbeamten im Amt. Das müsste er sich selbst zum Vorwurf machen, wenn sich eine offenkundige Erregung über die Kritik an ihm und seiner Amtsführung wieder gelegt hat.

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